Freitag, 14. August 2009

" soll mal eben ans telefon kommen "




Demut
Was ist Demut?


Das Wort Demut wird oft gebraucht aber auch oft missverstanden, weil es immer auch im Wortkontext, dem Zusammenspiel mit den umliegenden Worten und dem Sein desjenigen, der es gebraucht sowie der Situation, in der es gesagt wird, von diesen Faktoren beeinflusst wird. Demut im Sinne von demütig sein kann sowohl einen Zustand beschreiben, in dem wir uns von einengenden Vorurteilen oder Urteilen befreit haben oder befreit worden sind, ebenso kann es aber im Sinne von unterwürfig auch gerade das Gegenteil, den Zustand der Fremdbestimmung oder des sich Fremd-Bestimmten-Lassens beschreiben. Diese Fremdbestimmung kann also sowohl von außen als auch von innen verursacht worden sein. Wenn wir nun diese Demut, das demütig sein im Sinne der fremd gesteuerten Unterwerfung beiseite lassen und uns hier mehr auf den Zustand der Freiheit, der Freiwilligkeit, des Verstehens und der Erkenntnis beschränken, dann möchte ich hier mal mit ein paar Fragen und darauf folgenden Antworten meinen Ansatz zu diesem wesentlichen Teil unseres Seins, unserer Entwicklung darstellen.



Ist einem demütigen Menschen alles egal?


Ja und nein.


Egal im Sinne von gleich Willkommen bedeutet nur die Annahme dessen was ist, bedeutet jedoch auch, dass Wahlmöglichkeiten des Lebens und Erlebens eher so getroffen werden, dass möglichst viele Lebewesen diese Moment ihres Seins in Frieden und Freiheit erleben und leben dürfen. Die Schuldfrage wird weniger wichtig, Rechthaben wird weniger wichtig, um-jeden-Preis gewinnen wollen wird weniger wichtig. Ein demütiger Mensch ist in seiner Innenwelt einfach ausgeglichener, stabiler und sieht deshalb auch das Außen mit anderen Augen.


Dann geht alles also immer weiter?


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